Am Donnerstag beraten die Gläubiger des Vermieters Highstreet in London über die Zukunft der Warenhauskette. Eine Einigung scheint in Sicht. Ende gut, alles gut?
In einer feinen Anwaltskanzlei in der Londoner City wird am heutigen Donnerstag über das Schicksal vieler deutscher Warenhäuser entschieden - zumindest sehr wahrscheinlich. Denn bei aller gebotenen Skepsis, die das langwierige Geschacher um die insolvente Kaufhauskette Karstadt nahelegt, scheint nun die Stunde der Wahrheit tatsächlich gekommen. Der Free-tradeinvestor Nicolas Berggruen und das Konsortium Highstreet, Vermieter von 86 der 120 Filialen, haben sich auf niedrigere Mieten geeinigt. Nur die Gläubiger von Highstreet müssen die geringeren Einnahmen noch akzeptieren.
Das wird allgemein erwartet. "Die Gespräche gehen alle in die richtige Richtung", erklärte Richard Speich, Sprecher von Highstreet, am Mittwoch. "Wir sind optimistisch, dass die Abstimmung in London so abläuft, wie sich die Beschäftigten das erhoffen", sagte Margret Mönig-Raane, Vize-Chefin von Verdi, dem Tagesspiegel. Das sei in den vergangenen Wochen nicht immer so gewesen.
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