Es war heuer eine Schnaps- zahl. Aber wie viele Stamperl vom berühmten "Kreuther Geist" die Landesgruppe der CSU auf ihre 33. Klausurtagung in Wildbad Kreuth getrunken hat, ist nicht bekannt.
Ein paar Doppelte haben sie sich schon verdient, nachdem seit der Runderneuerung an der Parteispitze und im Kabinett die CSU zwar in Berlin nicht inniger geliebt, aber dort als eigenständige Partei für bayerische Interessen wieder ernst genommen werden muss.
Von Mittwoch bis heute haben die Mandatsträger der CSU im Bundestag getagt und Initiativen für den Wahl-Marathon im neuen Jahr gestartet. Vor allem aber mit dem Parteichef klaren Kurs gehalten.
Was seit dem sensationellen, aber bald zurückgenommenen Trennungsbeschluss von 1976 noch jedes Jahr bei Schnee und Eis Reporter in Scharen zum Belagerungs-Journalismus nach Kreuth lockt, ist die vage Hoffnung, der drei Jahrzehnte kultivierte Krach mit der CDU könnte doch einmal ausreichen, die Fraktionsgemeinschaft der Schwesterparteien im Bundestag aufzulösen.
Damals ging es um die strategische Überlegung von Franz Josef Strauß, die CSU bundesweit auszudehnen, um bürgerliche Wähler rechts von den "Herz-Jesu-Fixiertisten" der CDU für eine Mehrheit zu gewinnen.
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