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Der Hirtenbrief des Papstes ist eine Enttäuschung, seine Analyse trifft nicht zu. Sexueller Missbrauch ist eine Tat und keine "Handlung" oder "Annäherung", wie Benedikt schreibt. Die anhaltende Ferne des Papstes zur Rechtsstaatlichkeit, seine Entrückung, ist problematisch.
Papst Benedikt XVI. will laut Vatikan mit dem Hirtenbrief klare Wege aufzeigen, wie Pädophilie in der Kirche verhindert werden soll.
Am gleichen Tag, an dem der Papst seinen lange erwarteten Hirtenbrief zum sexuellen Missbrauch in Irlands katholischen Kirchen veröffentlichte, erreichte noch ein anderer Brief seinen Adressaten: die Odenwaldschule in Hessen. Gerold Becker, von 1972 bis 1985 Direktor und von Dutzenden ehemaligen Schülern des sexuellen Übergriffs und Missbrauchs beschuldigt, bittet seine Opfer um Verzeihung.
Hätte der Papst sich auch zu den deutschen Missbrauchsfällen äußern sollen?
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