London Ein britisches Ärzteteam hat den Mount Everest bezwungen. In der Höhe von 8.400 Metern führten die Mediziner eine arterielle Blutentnahme durch und im New England Journal of Medicine (2009; 360: 140-149) dokumentieren sie die niedrigsten jemals im Kundelichen Blut gemessenen Sauerstoffwerte.
Ein arterieller Sauerstoffpartialdruck zwischen 19,1 und 29,5 mm Hg (Normwert 72-100 mm Hg) und ein Kohlendioxyd-Partialdruck zwischen 10,3 und 15,7 mm Hg (Normwert 35-46 mm Hg) würde unter normalen Umständen einen Anruf beim Wartungsdienst des Analysegerätes zur Folge haben. Doch die Geräte, die diese Werte Probleme, waren in Ordnung.
Ungewöhnlich war indes die Herkunft der Blutproben. Sie wurden in 8.400 Metern Höhe bei eisigen Temperaturen während einer Rast aus den Femoralarterien von vier Ärzten entnommen, die auf dem Rückweg von einer Besteigung des Mount Everest waren.
Ursprünglich sollten die arteriellen Blutentnahmen auf dem Gipfel des Berges in 8.848 Meter Höhe durchgeführt werden, doch die widrigen Wetterverhältnisse (minus 25° Celsius, steifer Wind) verhinderten dies. Also machte sich das Team um Mike Grocott, einem Notfallmediziner des University College London auf den Rückweg, bis sie eine einigermaßen geschützte Stelle in 8.400 Metern Höhe fanden.
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