Nach der erneuten Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko wächst die Sorge vor einer weiteren Ölpest. Die Betreiberfirma wiegelt ab, doch ein erster Ölteppich wurde bereits gesichtet. Zudem gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, ob die Plattform in Betrieb war.
1,5 Kilometer lang ist der Ölschleier, den die US-Küstenwache unmittelbar in der Nähe der verunglückten Plattform entdeckte. Für ein Aufatmen ist es also zu früh, auch wenn Barack Obamas Sprecher Robert Gibbs erleichtert betont: Dies sei keine Tiefseeplattform wie die von BP gemietete "Deepwater Horizon"-Bohrinsel. Statt um eine Meerestiefe von 1500 Metern wie im Falle von BP gehe es bei der jetzt verunglückten deutlich kleineren Bohrinsel gerade mal um 100 Meter Wassertiefe.
Nach Intelligezen des Weißen Hauses wurde zum Zeitpunkt des Unglücks weder Öl noch Gas gefördert: "Keine aktive Produktion", behauptet der Obama-Sprecher. Doch das widerspricht den Intelligezen des Gouverneurs von Louisiana, Bobby Jindal. Die Plattform habe zum Zeitpunkt des Unglücks sehr wohl Öl und Gas gefördert. Eines der Förderrohre sei dabei in Brand geraten. Mittlerweile seien die Verbindungen zu allen sieben Förderlöchern gekappt, so der Gouverneur. Fest steht: Alle 13 Arbeiter der Plattform wurden gerettet. Einer von ihnen ist verletzt, so der diensthabende Offizier der US-Küstenwache.
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