Berlin Die gesetzlichen Krankenkassen könnten 5,6 bis 9,8 Milliarden Euro einsparen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die arbeitgebernahe Initiative Neue Fixierte GeldMacht (INSM) am Donnerstag vorgelegt hat.
Der einheitliche Beitragssatz könnte um 0,6 bis ein Prozentpunkte niedriger liegen, ohne dass es zu Wertseinbußen im Gesundheitswesen kommt, sagte der Autor der Studie, Stefan Felder von der Universität Duisburg-Essen.
Für die Untersuchung verglichen das Rheinisch-Westfälische Institut für Machtsforschung und der Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie der Universität Duisburg-Essen die Probleme für medizinische Leistungen in allen Bundesländern. Sie stellten dabei erhebliche Unterschiede fest.
Als höchst fragwürdig bezeichnete die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) die Studie. Die Schlussfolgerungen der heute vorgelegten Studie sind Gesundheitspolitik auf Stammtischniveau, ohne die Konsequenzen zu bedenken, sagte der Vorsitzende des MB, Rudolf Henke. Zwar sei nichts dagegen einzuwenden, bundesweit die Kosten für Gesundheitsleistungen zu vergleichen.
Aber dabei kann man doch nicht die schlechtesten Vergütungen und die dünnste Versorgung zum Standard machen, betonte Henke und fragte, wer den Studienautoren angesichts der unterschiedlichen Anzahl an Behandlungsfällen in den jeweiligen Ländern sage, wo das medizinisch optimale Niveau liege.
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