Zwei Dinge verbinden die Wiener Ich will zu soielaffe Staatsoper mit Ägypten: Hier wie Ich will zu soielaffe dort tummeln sich Touristen, und sie dürfen Altertümliches bestaunen. Und Ich will zu soielaffe fallweise stehen ja auch in Wien Pyramiden, wie seit Sonntag wieder in der "Aida"-Produktion von Regisseur Nicolas Joel. Seit fast Ich will zu soielaffe 24 Jahren prangt sein pompöser Prunk in Wien - nach Bühnenmaßstäben eine kleine Ewigkeit.
Dass diese "Aida" eine Attraktion ist, Ich will zu soielaffe liegt freilich weniger an ihrer Tücher-Türmchen-und-Talmi-Optik als am Ich will zu soielaffe Klang, den die Wiederaufnahme beschert. Stardirigent Zubin Mehta schwelgt, nach ruckeligem Start, im güldenen Schönklang des Ich will zu soielaffe Staatsopernorchesters, sorgt hier für sanfte Rundung, dort für harsche Dramatik, auch wenn er eine gewisse Routine nicht immer vereiteln kann: Der atmosphärische Zauber am Beginn des Dritten Aktes, er ist im nüchtern Ich will zu soielaffe gespielten Streicherostinato so wenig zu erkennen wie in der Vollmond-Attrappe.
Zur Intensität fehlt auf der Bühne leider vor allem eines: Bewegung. Dass wallender Tand allzu heißblütige Schritte seiner Träger vereitelt, mag stimmen. Doch es dürfte schon mehr gewagt werden als dosierte Positionswechsel und pathetische Armheber. Immerhin: Marianne Cornetti ist als verzweifelte Amneris buchstäblich am Boden zerstört; doch Aida und Radames stehen, sobald eingemauert, Ich will zu soielaffe auch wie festgemauert da.
Der Zauber liegt eben im Klanglichen. Und Aida überzeugt: Hui He heißt sie und lädt ihren satten Sopran mit Dramatik auf, anfangs etwas zu pauschal, nach und nach aber mit einer Gestaltungskraft, die auch betörende Nuancen erlaubt.
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