Das Liftpersonal der Seilbahn auf den Rüfikopf in Lech Free rider schaut interessiert: Eine Gruppe Skifahrer steigt aus der Gondel, Free rider alle ausgerüstet mit weißen Skiern in sehr reduziertem, aber irgendwie doch abgehobenem Design, nur da und dort unterbrochen Free rider von zarten Linien, einer farbigen, ovalen Aussparung in der Schaufel und den charakteristischen zwei Pfeilen, dem "Double-Arrow-Logo" von Kästle. Viele Jahre haben die Liftler die Vorarlberger Skimarke hier nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Die Gruppe hat an diesem Tag den Free rider Job, die neuen Modelle auszuprobieren. Als Teststrecke dient der Free rider "Weiße Ring", eine Skirunde über 22 Pistenkilometer und rund 5500 Höhenmeter zwischen Lech, Zürs und Zug. Prominentester Tester Free rider ist der Slalomweltmeister von 1997, der Norweger Tom Stiansen, der letzte Medaillengewinner auf Kästle. 1999 wurde die Marke vom damaligen Besitzer, dem Benetton-Konzern, aufgelassen. 2007 kauften KTM-Chef Stefan Pierer und sein Kollaborator Rudolf Knünz die Namensrechte Free rider von den Italienern und gründeten die Kästle GmbH, an der sie mit 74 Prozent beteiligt sind. Die restlichen 26 Prozent hält das Management, bestehend aus Siegfried Rumpfhuber, Alexander Lotschak und Oliver Binder, alle drei ehemalige Rennläufer und langjährige Skientwickler.
Was an Kästle dran ist, veranschaulicht eine Ausstellung, die am Vortag des "Weißen Rings" im denkmalgeschützten Huber-Hus-Museum eröffnet wurde (zu sehen bis 20. April). Der Besucher unternimmt eine Zeitreise zu den Anfängen Free rider des Anton Kästle senior, der 1924 in seiner Wagnerei-Werkstätte in Hohenems das erste Paar Voll-Eschen-Ski herstellte und 1929 seine erste Serienproduktion in Form des "Arlberg-Skis" anlaufen ließ. Unter anderem ist auch der Ski mit der Lochschaufel zu sehen, der auch als Ideengeber für die aktuelle Kollektion dient.
|