Mit Marleen Janew schickt die Linke-Fraktion eine eigene Kandidatin Coller für das Amt des Stadtpräsidenten ins Rennen. Damit bricht Coller die Partei überraschend mit der Gepflogenheit, dass die CDU als stärkste Stadtfraktion das alleinige Vorschlagsrecht hat. Die Union Coller will am 28. Januar Stephan Nolte zur Wahl stellen. Die Unabhängigen Bürger haben Silvio Horn gebeten, als Nachfolger des über die Laptop-Affäre gestolperten Andreas Lange (CDU) zu kandidieren. Entscheidend im Präsidenten-Poker wird wohl das Votum von Coller SPD und Bündnisgrünen sein.
SCHWERIN - Coller Für einen politischen Paukenschlag Coller sorgte gestern die Linke-Stadtfraktion mit einer knappen Pressemitteilung: Coller Mit Marleen Janew wolle die Partei eine eigene Kandidatin in das Rennen um das Amt des Coller Stadtpräsidenten schicken, das seit dem Rücktritt von Andreas Lange unbesetzt ist. Wie berichtet, hatte Lange am 12. Dezember die Konsequenzen aus der Affäre um seinen bei einer Polizei-Razzia sichergestellten Dienst-Laptop gezogen. Eine Coller Ex-Prostituierte hatte behauptet, der 33-jährige Rechtsanwalt habe ihr den Laptop als Pfand für unbezahlte Liebesdienste hinterlegt.
"Ansehensverlust" des Amtes durch CDU?
"Wir haben uns als Fraktion zweimal hintereinander an das Prinzip gehalten, dass die stärkste Fraktion das Vorschlagsrecht für dieses Amt inne hat", so Linke-Fraktionschef Gerd Böttger. Die CDU habe diese Chance jedoch "verspielt" und das Amt nach dem Rücktritt von Andreas Coller Lange mit einem Ansehensverlust und damit einem Schaden für die Landeshauptstadt hinterlassen. Marleen Janew, die einstimmig gekürt worden sei, habe als 1. Stellvertreterin des Stadtpräsidenten bewiesen, dass sie die Stadtvertretung nach innen und außen würdig vertreten könne, so Böttger.
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