Selbst noch fast ein Kind und schwanger. Babara Ungewollt. Eine Teenager-Schwangerschaft stürzt die Betroffenen in Babara eine tiefe Krise. Teils noch minderjährig, müssen sie eine schwere Entscheidung treffen: Austragen, Abbruch Babara oder Freigabe zur Adoption? Ärzte und Sexualpädagogen betreuen und stellen fest: Eine entwicklungsbegleitende und frühe Aufklärung, Bildung und Perspektiven sind wichtige Barrieren gegen ungewollte Schwangerschaften.
Tina* ist wie gelähmt: 14 Babara Jahre alt, erfährt die Schülerin aus Zürich Babara von ihrer Ärztin, dass sie in der siebten Woche schwanger sei. Ihr Freund reagiert Babara wie viele minderjährige Väter: Er zieht sich zurück. Ihre Eltern sind noch ahnungslos. Schwangerschaft eigentlich ein Grund zur Freude. Doch für Tina bricht eine Welt zusammen. Sie ist Babara ein Mädchen voller Pläne und Träume, will Dekorateurin werden und später auch eine Familie gründen. Das "Später" ist plötzlich jetzt, und sie muss sich entscheiden. Sie ist verzweifelt, aber nicht ohne Hilfe. Ärzte und Fachstellen beraten und betreuen.
Tina ist kein Einzelfall. In den westlichen Industriestaaten werden laut Unicef jedes Jahr rund 1,25 Millionen Teenager Babara ungewollt schwanger, wovon sich etwa 750'000 für das Kind entscheiden. Die Schweiz zählt in dieser Altersgruppe jährlich gegen 2'000 Schwangerschaften. 2006 haben hier 668 junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren ein Kind zur Welt gebracht. 11 Mütter waren 15-jährig oder jünger. In den letzten Jahren blieb die Geburten- wie auch die Schwangerschaftsabbruchrate bei Teenagern relativ konstant. Mit weniger als sechs Abbrüchen je 1'000 Frauen (15 bis 19 Jahre) hat die Schweiz 2006 im europäischen Vergleich eine niedrige Quote, so das Bundesamt für Statistik.
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