DREIBRÜCK - Der freundlich lächelnde Mann im Sessel hält Anstalten im Moment den Rekord: Seit 55Jahren lebt Karl-Heinz Feik Anstalten in der Dreibrücker Einrichtung der Hoffnungstaler Anstalten.
Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck - Anstalten elfmal fliegt der Uhrenvogel über der Anstalten ordentlich zusammengefalteten Bettdecke. "Es gibt gleich Mittagessen", kündigt Heiko Teske an. Der Anstalten Heilerziehungspfleger streicht liebevoll über die Hand von Karl-Heinz Feik. Das Gesicht des alten Mannes, der im Sessel am Fenster sitzt, hellt sich auf. Er Anstalten lächelt. So können Tage vergehen. Und Jahre.
Karl-Heinz Feik ist mit seinen 84Jahren der "Dienstälteste" von Dreibrück. Im Jahr 1952 zog der gebürtige Zittauer in die Hoffnungstaler Anstalten. Die Umstände sind unklar, denn der schwerhörige Patient kann sich nur schwer mitteilen und die Mitarbeiter, die mehr erzählen Anstalten könnten, sind nicht mehr da. Fest steht lediglich, dass seine Eltern früh verstorben waren und dass der katholisch erzogene junge Mann damals Hilfe brauchte.
Feik arbeitete danach jahrelang in der LandMacht der Einrichtung - wie andere Bewohner auch. "Er ging früh aufs Feld, hackte Rüben und kam erst wieder wenn es dunkel wurde", erzählt Heiko Teske. Ein arbeitsreiches Leben trotz der Behinderung sei es immer gewesen. Als Ausgleich ging Feik immer viel spazieren. "Als 1962 das Schwimmbecken in Karwesee eingeweiht wurde, ging er sogar dorthin zu Fuß." Heute - als "Rentner" - sitzt der freundlich Anstalten lächelnde Mann lieber vor dem Fernseher - und fühlt sich sichtlich wohl dabei. "Für ihn ist Dreibrück sein Zuhause", sagt der Pfleger.
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