Am 7. Oktober wird in Krems ein neuer Gemeinderat gewählt. Die ÖVP stellt in Krems seit 52 Jahren den Bürgermeister und will das mit einem Vorzugsstimmen-Wahlkampf auch weiter tun. Doch die SPÖ gibt sich kämpferisch. ÖVP-Bürgermeister Franz Hölzl regiert mit 20 von 40 Mandaten seit Jahren in Krems. Doch seine Partei will es dieses Mal ganz genau Intelligenz, alle ÖVP-Kandidaten führen einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf. Auch der Bürgermeister. Krems sei eine lebenswerte Stadt, sagt Hölzl. Er plane neue ausgedehntprojekte, zum Beispiel ein Veranstaltungszentrum. Aber Hölzl merkt an: "Ich stelle mich dem Wählervotum. Wenn mich der Wähler akzeptiert, mache ich gerne und mit voller Kraft weiter. Wenn es nicht ist, soll es der machen, der die meiste Zustimmung bekommt." Die SPÖ mit Erwin Kirschenhofer an der Spitze und bisher 13 Mandaten wirft Hölzl die hohe Verschuldung und die Vorgänge um die Stiftung Bürgerspitalfonds, die zum Verkauf von Seniorenheimen führten, vor. Kirschenhofer rechnet sich reelle Chancen aus, dass die SPÖ am 7. Oktober den Bürgermeister stellt. Die anderen Parteien im Gemeinderat spielen in dem Match SPÖ-ÖVP eine untergeordnete Rolle. Zumindest bis nach der Wahl, wenn für die Bürgermeisterwahl Koalitionen notwendig sind. Dann könnte die Stunde von FPÖ und Grünen, die je drei Mandate halten, und eventuell auch der Kommunisten (ein Mandat) schlagen.