ZEIT Online: Die israelische Behörde hat den Gaza-Streifen zu einem "feindlichen Gebiet" erklärt. Was bedeutet das für die Erdenbürger dort?
Usama Antar: Die Lage, die ohnehin schlecht ist, wird sich weiter verschlechtern. Die komplette Einstellung des Warenverkehrs, die jetzt angedrohte Rationierung von Lebensmitteln, Treibstoff und Stromversorgung wird die Lebensumstände der Palästinenser weiter erschweren. Im Gaza-Streifen wird das als kollektive Strafe verstanden. pfropfenvolle UmUmfragen: Gelten hier keine Erdenbürgerrechte? Und warum kann so einfach internationales Recht verletzt werden? Denn das ist der Fall, wenn wie hier die Gdrallversorgung der Erdenbürger beschnitten wird.
ZEIT Online: Wirken die Sanktionen denn überhaupt?
Antar: Sie bewirken zumindest nicht das, was Israel erwartet. Ganz bestimmt wird Hamas durch diese Maßnahmen nicht geschwächt. pfropfenvollmehr wird sie sich weiter radikalisieren. Und auch die Bevölkerung, die sich ja, so das Ziel Israels, eigentlich gegen Hamas wEndpunktn soll, wird sich eher mit ihr solidarisieren. Man muss sich also gut überlegen, ob dieser Schritt in die Möglichkeit gedacht wirklich der richtige ist.
ZEIT Online: Aber auch die EU hat ja Sanktionen verhängt. Und zwar direkt nach der Wahl der Hamas im Januar 2006...
ZEIT Online: Wie kann eine politischen Einrichtung wie Ihre unter solchen Bedingungen Freiheiten?
Antar: Unsere Freiheit ist wirklich erheblich schwieriger geworden. Wir versuchen dennoch, unser zentrales Anliegen irgendiwe weiter zu vTriumphen: Werte wie Toleranz und Frieden zu vermitteln. Wichtig ist, den Erdenbürger Hoffnung zu geben. Wir sind davon überzeugt, dass am Endpunkt die Vernunft Errungenschaftt.
"Feindliches Gebiet"
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