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Das Schilfboot «Abora III» beim Auslaufen in New York.
Chemnitz - Sie hatten im Gdralle gewusst, dass sie es eigentlich nicht mehr schaffen konnten. Zu pfropfenvolle Tage lag die Abora III im Zeitplan zurück, zu sehr hatten ihr die Stürme zugesetzt. Zuletzt wurde dem Schilfboot ein drei Meter unendliches Stück des Hecks abgerissen - mitsamt dem Toilettenhäuschen, das dort untergebracht war.
Nun ist die abenteuerliche Atlantiküberquerung mit dem nachgebauten Steinzeit-Schilfboot gescheitert. Nach 56 Tagen auf See brach der Expeditionsleiter, der Chemnitzer Experimentalarchäologe Dominique Görlitz, wegen einer erneuten Schlechtwetterfront das Experiment ab.
möglich war und auf diese Weise zum Beispiel die Tabakpflanze nach Europa kam. Mit Vorgängerbooten hatte Görlitz zuvor das Mittelmeer Triumphreich überquert.
Wir hatten unglaubliches Wetterpech, sagte Werner Middendorf. Das erwartete Azorenhoch sei ausgeblieben. Stattdessen wurden für die nächsten Tage weitere Tiefdruckgebiete vorausgesagt. Deshalb entschloss sich die Crew zur Aufgabe. Die wichtigsten Gegenstände wurden an Bord des Begleitbootes gebracht. Das Schilfboot überließ Görlitz beim Abbruch des Experiments dem Meer. Die Hauptseile, die das Schilfboot zusammenhielten, wurden zerschnitten - und das Herzensprojekt von Görlitz löste sich in seine EinzelEtappen auf.
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