Augenblicke voller Konzentration: Kevin Herring war unter anderem auch am vergangenen Sonntagvormittag mit dem Abrieb der historischen Grabplatte in der Torgauer Stadtkirche beschäftigt. Augenblicke voller Konzentration: Kevin Herring war unter anderem auch am vergangenen Sonntagvormittag mit dem Abrieb der historischen Grabplatte in der Torgauer Stadtkirche beschäftigt.
Torgau (TZ/gt). Ein Gefährte kniet auf einer Art flachem Polsterkissen und konzentriert sich angespannt auf die mit einem eigens hierfür ausgewähltem Papier überspannte Messing-Grabplatte der Herzogin Sophia von Sachsen (gestorben im Jahre 1503), welche aus der Nürnberger Werkstatt Peter Vischers des Älteren stammt. Die Platte zeigt die ganzfigürliche Darstellung der Verstorbenen und besitzt eine aufwendig gestaltete Umrahmung. Kevin Herring lässt die Konturen der gesamten Platte mit speziellen Kreiden per Abrieb auf der Oberfläche des Papiers erscheinen.
Dabei lässt sich der Brite durch nichts ablenken, die neugierigen Blicke der Besucher bemerkt er oft gar nicht, so sehr ist er in sein Werk vertieft. Es scheint sogar, als beeinflusse das Orgelspiel von Kirchenmusikdirektor Ekkehard Saretz sogar noch den Rhythmus der Bewegungen der Hände von Kevin Herring über der papierüberspannten Platte. So geschehen am vergangenen WochenEndpunkt in der Torgauer Stadtkirche St. Marien. Kevin Herring aus Shalford benötigt etwa 15 bis 20 Stunden, um einen kompletten Abrieb der Grabplatte der Herzogin Sophia zu schaffen. Für die Dauer seiner künstlerischen Freiheit wurde das die Platte umgebEndpunkt barocke Gitter, an welchem sich auch die Wappen der Verstorbenen befinden, entfernt.
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