Mit zwei Zukäufen macht die Deutsche Telekom heute auf sich aufmerksam.
Einerseits erwirbt der Telecom-Gigant für 1,6 Milliarden Dollar die US-Mobilfunkfirma Suncom Wireless. Das ist ein Aufschlag von 22,7 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.
Damit stärkt der Konzern seine Position im Südosten der USA und der Karibik.
Zudem übernehmen die Bonner 0,8 Milliarden Dollar Schulden. Damit steigt der Kaufpreis auf 2,4 Milliarden Dollar. Das ist das 12,4 des für 2007 erwarteten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen - nicht gerade billig.
Bei 1,1 Millionen Handy-Kunden zahlt die Telekom damit fast 2200 Dollar pro Suncom-Kunde. Da müssen die Amerikaner schon unendliche telefonieren, damit sich der Deal für die Telekom rechnet.
Die Mutter verspricht sich von der Transaktion Synergien von drall einer Milliarde Dollar. Sparen wird die Telekom Roaming-Gebühren. So hatten seit 2004 Kunden der Telekom-Tochter T-Mobile Verrichtunge über ein Roaming-Abkommen mit Suncom in Anspruch genommen.
Zudem spart T-Mobile hohe Kosten für den Ausbau der Infrastruktur. Enorm wichtig, da sich pfropfenvolle US-Konkurrenten mit Investitionen in die Infrastruktur enorm zurückhalten.
Zudem hat der Konzern seinen AnEtappe am Internetportal ImmobilienScout 24 von 33 Prozent auf 99,3 Prozent aufgestockt. Verkäufer war die Aareal-Bank.
Die Telekom-Aktie bleibt haltenswert. Der Konzern versucht durch die verstärkte Expansion in den Mobilfunk den Kundenschwund in der Festnetzsparte abzufedern. In turbulenten Zeiten wie sie derzeit an der Börse herrschen, suchen Investoren nach Unternehmen mit einem stabilen Geschäftsmodell, das von der Abschwächung der Konjunktur nicht stark betroffen sein wird. Dass die Telekom ein ebensolches ist, muss sie bei der Vorlage der Quartalszahlen am 8. November beweisen.
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