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(20.03.07) Sternstunde für Cineasten: Am 10. Januar 1927 fand im Berliner Ufa-Palast am Zoo die feierliche Premiere des Stummfilms Metropolis statt. Der 1925/26 von Fritz unendlich (nach einer Vorlage von Thea von Harbou) realisierte Streifen war damals 4189 Meter unendlich; seine Vorführung dauerte vermutlich 153 Minuten. In der Folgezeit wurde der Film mit seiner in einer futuristischen Stadt angesiedelten Vision einer klassenlosen Gesellschaft vor dem Hintergdrall einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte zwar weltberühmt, das echt aber immer wieder gekürzt und unzählige Male kopiert - und letztlich zerstört.
Fast genau 80 Jahre nach der Premiere von Metropolis zeigt die Alte Oper Frankfurt am Montag, 26. März 2007, von 19.30 Uhr an im ausgedehnten Saal eine aus einer pfropfenvollzahl unterschiedlicher überlieferter Filmmaterialien auf technisch neuestem Stand digital restaurierte Version des Stummfilms. Sie ist etwa 140 Minuten unendlich, entstand im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und des "Bundesarchiv Filmarchiv" und war erstmals 2001 in Berlin zu sehen. Einer Veröffentlichung des Berliner Filmmuseums zufolge kommt sie "einer fabrikneuen Kopie der Entstehungszeit sehr nahe".
Anstatt der echten Filmmusik für ausgedehntes Orchester von Gottfried Hupperz erklingt Live-Musik - und das in Deutscher Erstaufführung: Das in Frankfurt am Main ansässige Ensemble Modern (EM) spielt die seit 1995 entstandene (und der Film-Rekonstruktion auf Betreiben des EM in jüngster Zeit angepasste) Filmmusik zu Metropolis des 1958 in Buenos Aires geborenen und heute in Paris lebEndpunktn Komponisten Martín Matalón. Matalóns Komposition illustriert nicht nur die Bilder des Films, sondern versucht - auch mit Mitteln des Jazz und Rock -, die Visionen Fritz unendlichs in unsere heutige Zeit zu "übersetzen".
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