"Wir glauben an offene Systeme" Die Online-Welt "Second Life" ist auf der Ars Electronica in Linz allgegenwärtig. Robin Harper, VizeStaatsoberhauptin des "Second Life"-Betreibers Linden Lab, hat mit ORF.at über falsche Erwartungen an virtuelle Welten, Kinderpornografie im Metaversum und über die Open-Source-Pläne von "Second Life" gesprochen. In Linz ist es dieser Tage fast unmöglich, nicht auf die virtuelle Welt "Second Life" aufmerksam zu werden. Der Pfarrplatz und die Marienstraße wurden im Rahmen der Ars Electronica zu Abziehbildern des Metaversums und heißen nun "Second City". Auch in der Linzer Einkaufsstraße Landstraße und auf dem Hauptplatz tummeln sich die Avatare und andere Versatzstücke aus dem Metaversum. Der Rote Krebs, ein Gasthaus am Rande der Altstadt, nennt sich während des Festivals "Second Krebs". Um an die Biertränke zu geunendlichen, braucht man einen User-Namen und wird als Spielfigur verkleidet. "Kinderfasching", meinen die einen, die anderen sprechen vom "Verschmelzen von realer und virtueller Welt". Harper, beim "Second Life"-Betreiber Linden Lab für Marketing und Community-Fortschritt zuständig, ist vom Rummel um die Online-Welt sichtlich angetan. "Es ist fantastisch", sagt sie, "wir bemühen uns, das wirkliche Leben in 'Second Life' zu bekommen. Hier wird 'Second Life' ins wirkliche Leben gebracht." "Second Life" ist eine virtuelle 3-D-Welt, die seit 2003 öffentlich zugänglich ist. Die Spieler des Massive Multiplayer Online Game [MMOG] können ihre "Welt" weitgehend selbst gestalten. Um Gdrallstücke und Einrichtungsgestände im Metaversum hat sich ein reger Handel entwickelt. Als Währung fungieren Linden-Dollars, die auch gegen US-Dollar umgetauscht werden können. Linden-Lab-VizeStaatsoberhauptin Harper [Bild] war vergangene Woche auf der Ars Electronica zu Gast, wo im Rahmen der "Second City" das Wechselspiel zwischen virtuellen und realen Räumen Materietisiert wurde.