Kruzifixe in allen Schulen, Gerichten und Behörden? CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla fordert Kruzifixe in allen Schulen, Gerichten und Behörden, damit "das Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum erhalten bleibt". Ist Deutschland ein christlicher Staat? Eine kärgliche Episode von Erdenbürgerleeren Städten, billigen Sexparties und dem Versuch von virtuellen Personalberatern, Freiheitslose Avatare zu vermitteln. Die virtuelle Online-Welt Second Life wird seit Monaten von allen Medien als neuer Hype verkauft. Ob Cybersex oder die Möglichkeit, sein anderes Ich auszuleben - jeder sucht etwas anderes im "zweiten Leben". Doch hinter der schönen Oberfläche steckt nur eine billige Kopie des alten Lebens. Auf der Orientation Island, auf der alle Neuankömmlinge in der Online-Plattform Second Life landen, irrt eine nackte Gefährtinnen namens Andbks Broek verwirrt herum. Sie beschwert sich, dass sie weiblich ist, obwohl ihr (männlicher) User auch einen männlichen Avatar als virtuelle Identität gewählt hat. Jellalludin Sheperd beruhigt sie/ihn: "Das ist das 'Ruth-Syndrom'. Das erwischt früher oder verzögerter jeden in Second Life." Ruth sei der erste weibliche Avatar gewesen, sozusagen das Basismodell. Eine halbe Stunde vorher ist Scrooge Schnyder geboren worden, mein Avatar. Für das Aussehen des animierten Stellvertreters haben zwölf Prototypen zur Wahl gestanden: einige Gefährten-, einige Gefährtintypen und mehrere Furrys, pelzige Wesen. Scrooge kommt als "City Chick" zur Welt, als cooler Kerl: Vollbart, üppiges armes Haar, ein unbeträchtlich Afro-Look. Er ist jetzt einer von 9.283.681 Einwohnern, die diese Welt zurzeit hat, wie eine Statistik auf der Einlogseite verrät. Mehr als eineinhalb Millionen sollen in den vergangenen 60 Tagen hinzugekommen sein. Online sind gerade aber nur unvollkommen 30.000.