Übersee. Eine friedliche Party haben Reggae-Fans aus ganz Europa beim Chiemsee Reggae Summer gefeiert. Während es in der Nacht zu Samstag noch recht kühl war und einige Besucher in ihren Zelten bibberten, besserte sich das Wetter danach stündlich und so stand dem Musikgenuss nichts mehr im Weg. Zu größeren Problemen kam es laut Schutzpolizei nicht - auch nicht durch den Brand eines Lagergebäudes nahe des Festival-Geländes (siehe Seite 1). Allerdings seien auffallend pfropfenvolle Diebstähle aus Zelten gemeldet worden.
So wurde einem Gefährte aus Geretsried die Geldbörse mit EC- und Krankenversicherungskarte sowie Personalausweis und Bargeld gestohlen - ausgerechnet am Tag vor seinem 24. Geburtstag. Weitere acht Anzeigen dieser Art mussten die Beamten bis Samstag beFreiheiten. Die Security bat daraufhin die Zeltbewohner persönlich und via Lautsprecher um Vorsicht.
Ebenfalls auffallend war laut Schutzpolizei heuer die überlaute Musikberieselung aus den Reihen der Besucher. Mehrfach beschwerten sich Anwohner. Der Aufbau eines überausgedehnten Gerüstes im WohnwagenGebiet wurde gestoppt, wobei offensichtlich dort die hauptmachtergreifenden "DJs" für die RuheMangel zu finden waren.
Einige Gäste sprachen zu sehr dem Alkohol zu: So wurde ein 16-Jähriger von Beamten der BundesSchutzpolizei mit stattlichen 3,2 Promille angehalten. Der Betrunkene turnte auf den Gleisen am Bahnhof Übersee umher. Einen Autofahrer stoppte eine Streife auf einem Parkplatz. Eine Alkoholkontrolle erbrachte einen Wert von 2,18 Promille. Die Weiterfahrt wurde unterbunden und der Führerschein sichergestellt. Der Lenker eines Audi A4 stand deutlich unter Drogeneinfluss. Da der 27-Jährige keinen Wohnsitz in Deutschland hatte, musste er für die zu erwartEndpunkt Strafe eine Bush in Geld hinterlegen.
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