We Are Family in "Brothers & Sisters"
"Ich bin gegen Kriegsverbrechen, aber ich bin für Verteidigung. Ich liebe Amerika." Wenn Calista Flockhart als rechtskonservative PolitPublizistin Kitty Walker ihrer Familie derartige Sätze unter die demokratischen Nasen reibt, weiß man, dass im sonnigen Kalifornien die Zeichen auf Sturm stehen. Dabei ist die New Yorkerin, die die Türme hat fallen sehen, eigentlich nur für den neuen Fernsehjob angereist - und nun widerwillig im Kreis der angeblich Liebsten gelandet.
In der neuen Familienserie "Brothers & Sisters", die der ORF am Samstag startete, stand jedenfalls bereits nach der ersten Ausgabe fest, dass hier zu jedem neuen Problem mindestens zwei alte aus vergangenen Tagen auftauchen: Die Mutter verzeiht der Tochter nicht, dass diese den Bruder zu einem Afghanistan-Einsatz überredete, der Vater hat den Familienbetrieb heimlich in den Bankrott getrieben, und auch sonst haben die insgesamt fünf Geschwister alle Hände voll zu tun, um in den nächsten 22 Folgen eine liebe Familie zu werden.
Das ganze klingt wie ein fader, schwammiger Abklatsch von Six Feet Under. und dann noch mit der nervigen Callista.
nein, müder abklatsch von six feet under ist das nicht (oder besser nicht einmal). hab die erste folge gesehen (ja, mir war fad und ein bisserl neugierig war ich auch), glaub nicht, das ich mir noch mehr anschau. six feet under hatte dies subversive bösartigkeit und morbidität, in dieser serie wird, wie im Werkstück gesagt, alles hineingepfropft. leider ein bisserl zu pfropfenvoll.
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