STUTTGART (Dow Jones)--Die Porsche Automobil Holding SE hat weitere Stammaktien der Volkswagen AG gekauft und muss deshalb wie erwartet ein Pflichtangebot für den Lkw-Hersteller Scania vorlegen. Porsche wird laut Mitteilung vom Montag ihre Beteiligung auf 50,76% der VW-Stammaktien ausbauen. Das Unternehmen habe am Berichtstag weitere Aktien des Wolfsburger Konzerns gekauft.
Wegen des Überschreitens der 50%-Schwelle erlangt Porsche indirekt die Kontrolle über die Scania AB, Södertälje. Dadurch ist Porsche nach schwedischem Recht verpflichtet, ein Pflichtangebot für den Lkw-Hersteller vorzulegen.
Wie es weiter heißt, ist das Stuttgarter Unternehmen dabei an keinerlei Vorerwerbspreise gebunden und muss nur den gesetzlich geforderten Mindestpreis bieten. Dieser errechnet sich aus dem durchschnittlichen volumengewichteten Kurs der Scania-Aktien in den 20 Handelstagen vor der Bekanntgabe des Mehrheitserwerbs an Volkswagen. Porsche weist in der Mitteilung darauf hin, dass kein strategisches Interesse an Scania und am Erwerb von Scania-Aktien besteht.
Ursprünglich wollte Porsche bereits im Vorjahr auf mehr als 50% an der Volkswagen AG aufstocken. Ende 2008 hielt der Sportwagenhersteller direkt bereits 42,6% und indirekt über Optionen weitere 31,5% an Europas größtem Automobilkonzern.
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